Harald Schmidt im Interview mit der taz:
Wie finden Sie den neuen Papst?
Durch den neuen bin ich dazu gekommen, theologische Bücher zu lesen. Weil es mich fasziniert, wie er durch Gelassenheit die Luft aus den schärfsten Diskussionen lässt. Das ist Fügung: es ist der richtige Papst zur richtigen Zeit. Es gibt ein Bedürfnis in der Bevölkerung nach Halleluja. Nach irgendeiner höheren Macht, die sagt, “Werdet leicht wie die Spatzen”
Werte, auf die man sich verlassen kann.
Vermutlich auch.
Was sind Ihre Werte?
Ich hab’s nicht so mit Werten. Wenn man es schaffen würde, sich an die Zehn Gebote zu halten, liefe es ja sicher nicht schlecht. [...]
In einem Interview mit der GQ bat der Interviewer einmal Harald Schmidt, ihm als Atheisten zu erklären, warum er beim Thema Kirche und Glaube so ernst werde. Während seines Zivildienstes habe er schon ganz andere angebliche Atheisten auf dem Sterbebett nach dem Priester schreien hören, war Schmidts Antwort.
Wie drückt Adorno diese Hoffnung aus: “Die Wahrheit ist nicht zu scheiden von dem Wahn, dass aus den Figuren des Scheins einmal doch, scheinlos, die Rettung hervortrete.”
Kann man es schöner sagen?