Die DDR wird gefeiert, im Jahr 2006, auf einer offiziellen Gedenkmünze!

Achtung, keine Satire: Die Prägeanstalt Staatliche Münze Berlin” bringt eine Münze mit dem Aufdruck “40 Jahre Deutsche Demokratische Republik” inclusive Hammer, Zirkel und Ährenkranz heraus, (für Sammler, aus Silber, für 19,80 Euro)!
Die Staatliche Münze (Fachaufsicht: Berlins Finanzsenator Sarrazin, SPD) gibt hierzu bekannt, die Münze solle an die “bedeutendsten Persönlichkeiten, größten Errungenschaften und herausragendsten Ereignisse in der DDR-Geschichte” erinnern. Zum Beispiel an den Bau der Volkskammer (”Palast der Republik”) oder die Erfindung des “Kleinkraftrades” mit dem Namen “Schwalbe”.

Eine Mitarbeiterin der Staatlichen Münze erklärte auf verwunderte Nachfragen: “Es geht um ästhetische Darstellungen und nicht um Aufarbeitung von Geschichte.”

Was für eine niederschmetternde Antwort! Weiß sie, dass man erschossen wurde, wenn man dieses Land verlassen wollte? Weiß sie, wieviele zehntausend Menschen in Einzelhaft saßen, nur weil sie eine andere Meinung vertraten, als vom SED-Regime erlaubt?
Aber fragen wir nicht die Mitarbeiterin der “Münze”, fragen wir den SPD/PDS-Senat der Hauptstadt, wie er es mit der Erinnerung an das Unrechtsregime DDR halten möchte!

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8 Kommentare zu “Die DDR wird gefeiert, im Jahr 2006, auf einer offiziellen Gedenkmünze!”

  1. [...] ———————————————————————– aufmerksam gemacht durch Libertas Cara [...]

  2. Um den Palast der Repuplik als ästhetisches Bauwerk zu betrachten braucht es aber sehr viel Phantasie.

  3. Holger Krolantis sagt:

    Sie haben doch nie in der DDR gelebt,Herr Schupelius. Wie wollen Sie dann wissen,wie es dort zuging? Durch Herrn Gafron? Der ist ja der lebende Beweis,daß,wer rübermachen wollte,dies auch konnte. Aber die meisten wollten eben nicht. Weil der real existierende Sozialismus vielleicht doch ein bißchen besser war als sein durch Springer gemordeter Ruf? Könnte möglich sein…

  4. Afime sagt:

    Herr Krolantis, ich habe Verständnis dafür, dass man in einer Diktatur nicht den Mut aufbringt, gegen das Unrechtsregime aufzubegehren. Es kann wohl sogar sein, dass man in einem solchen System das Unrecht nicht erkennt und gut in ihm lebt.

    Es ist aber einfach widerlich ein solches Unterdrückerregime wie die DDR – in das man sich schön eingepasst hatte – auch noch rückblickend durch Geschichtsfälschung zu rechtfertigen. Sie können sich ja mal mit Angehörigen der Mauertoten über das “rübermachen” unterhalten. Oder mit den politischen Gefangenen über das Gute im real existierenden Sozialismus.

    Halten Sie in Zukunft bitte den Rand und schämen Sie sich einfach!

  5. Reichlich ekelerregend ist so ein Ansinnen auf jeden Fall für die Opfer des Regimes, aber es handelt sich -kleiner, aber feiner Unterschied- nicht um eine Münze, sondern lediglich um eine Medaille.

  6. Boche sagt:

    Weil der real existierende Sozialismus vielleicht doch ein bißchen besser war als sein durch Springer gemordeter Ruf? Könnte möglich sein…

    Ach Herrjeh, es war ja zu vermuten: Je länger das eingezäunte Bonzen-Paradies Vergangenheit ist, desto unverschämter zeigen sich dessen Schönlügner.
    …sagt ein Ex-DDR-Bürger, der bis zum Ende ausharren musste.

  7. Holger Krolantis sagt:

    Nun werden Sie doch nicht gleich ausfallend,Herr Kretschmar. Zu den Mauertoten: die gab es,und der Schießbefehl war ein Verbrechen,ganz klar. Nur: was ist mit den Unfalltoten in der Bundesrepublik? Mir liegen keine Statistiken vor,doch ich nehme mal an,es gab zigmal soviele Autounfall-Opfer in der BRD wie in der DDR. Wenn Sie den Sozialismus wegen seiner Todesopfer zu Recht kritisieren,dann sollten Sie bei denen der Marktwirtschaft (die u.a. zur Folge hat,daß sich bei uns jeder Primitivo ein Auto leisten kann) nicht wegschauen.

  8. Holger Krolantis sagt:

    Ich muß Sie enttäuschen. Ich bin ein Wessi.
    Mir ist Kapitalismus auch bedeutend lieber als Sozialismus. Wobei ich Kapitalismus meine und nicht die sogenannte soziale Marktwirtschaft. Aber vergleichen Sie mal die Hochhaussiedlungen in Kreuzberg oder im Märkischen Viertel mit denen im Osten. Man kann den Chefs der DDR vieles vorwerfen,aber städtebaulich macht ihnen so schnell keiner was vor. Das mag Ihnen nicht ins Weltbild passen es ist aber trotzdem so.

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