Archive for August, 2006

Ikea

Montag, August 28th, 2006

Wussten Sie, dass die sogenannte “24-Stunden”-Hotline von Ikea nur von 8 Uhr bis 20:30 Uhr besetzt ist?

Ich habe es neu gelernt, beim Versuch ein sogenanntes “140 cm breites” Bett von Ikea aufzubauen und dann einen 139,5 cm breiten Lattenrost daraufzulegen. Es passte nicht. Ikea-Betten sind 143 cm breit. Keine Chance für einen Durchschnittslattenrost sich an den schmalen Holzbalken des Bettes fest zu krallen.

Mit Absicht, wie mir beim schwedischen Möbelhaus versichert wurde: “So passen auch Lattenroste anderer Hersteller, die sich ebenfalls nicht an das Standardformat halten.” Leider gibt es davon aber nur wenige. Dem Ikea-Mitarbeiter fielen auf Anhieb auch nur Ikea Lattenroste ein, die passen. Empfehlen wollte er sie aber nicht: “Holen Sie sich lieber einen bei Aldi. Die sind billiger und besser.” Passen aber nicht.

Warum soll Grass Wahlkampfhelfer für die SPD in Berlin werden?

Freitag, August 25th, 2006

Der Schriftsteller Günter Grass stieß ganz Deutschland vor den Kopf, als er neulich gestand, verheimlicht zu haben, Mitglied in Hitlers Waffe-SS gewesen zu sein.

Während wir nun alle noch unter Schock stehen und uns den Kopf darüber zerbrechen, was unser Nobelpreisträger da anstellte, hat sich einer schon gefasst: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).
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Ich hau ab!

Samstag, August 19th, 2006

Mir wird das hier in Kiel zu gefährlich. Ich ziehe lieber nach Lübeck. Da ist es ruhiger. Und außerdem arbeite ich dort ab September. Das trifft sich ganz gut.

There is no such thing as bad publicity

Montag, August 14th, 2006

Hatte eigentlich irgendjemand vor, sich das neue Buch von Grass zu kaufen, bevor der Moralapostel der Nation bekannte, bei der Waffen-SS gewesen zu sein?

Vermutlich nicht und vermutlich ahnte Günther Grass das. Wie Hellmuth Karasek in einem hervorragenden Interview mit dem NDR es ausdrückte: “Grass fürchtete, wir würden uns für ein neues Erinnerungsbuch nicht mehr interessieren und hat vielleicht deshalb Kohlen ins Feuer werfen wollen mit dieser Waffen-SS Geschichte.”

Der Nobelpreisträger kann mit der Werbung zufrieden sein. Damit die Diskussion sich aber nicht zu weit vom Buch löst, fordert er im Gespräch mit der dpa noch mal: “Ich kann nur hoffen, dass einige Kommentatoren jetzt mein Buch genau lesen.” Und ich kann nur hoffen, dass Grass doch noch merkt, wie sehr er seine Glaubwürdigkeit verspielt hat.

Lebanon: Myths and Facts

Mittwoch, August 9th, 2006

Hinweis gefunden bei annonuem.

Wenn Du rauchst, diskriminier' ich Dich!

Mittwoch, August 9th, 2006

Ich werde in zwei Jahren als Abgeordneter der PDS im Bundestags Frauenausschuss sitzen. Ich kann gar nicht abgelehnt werden. Ich bin ein Mann und CDU-Mitglied. Das Antidiskriminierungsgesetz ebnet mir den Weg.

Mein größtes Glück aber: Ich bin Nichtraucher. Beim Rauchen hört der Spaß nämlich auf und mit ihm auch jede Toleranz und Gleichbehandlung. Raucher dürfen diskriminiert werden. Offiziell von der EU erlaubt. Wie immer hat Brüssel auch hier weitsichtig gedacht: Soziologisch soll Diskriminierung nämlich sehr wichtig sein. Scapegoating nennt sich das Phänomen: Eine Gruppe braucht jemanden, den sie fertig machen darf.

Auch die Arbeitgeber können nun in ihrer rauchfreien Luft aufatmen: Wenn ihnen ein Bewerber so gar nicht gefällt, müssen sie ihn nur zum Essen einladen, betrunken machen, eine Zigarette in den Mund stecken, Foto machen und fertig.

Und falls Tabakkonsum irgendwann einmal wieder en vogue sein wird, gibt es schon eine geheime Liste bei der EU: Als nächstes dürfen Vegetarier, Hundebesitzer und Golfspieler diskriminiert werden. Die letztgenannte Gruppe wehrt sich noch: Golfende EU-Abgeordnete verweisen auf ihr Handicap und sehen sich vom Antidiskriminierungsgesetz geschützt.

Diakonie: Israel ist eine wahllos tötende Vernichtungsmaschine.

Dienstag, August 8th, 2006

Die EKD hat zum Gebet für Frieden im Nahen Osten aufgerufen. Auch die Diakonie-Katastrophenhilfe ist diesem Aufruf gefolgt. Doch die Gebete, die sie auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, sind ein Zeugnis skandalöser ideologischer Verblendung:

Unter der Überschrift “Krieg im Nahen Osten” muss der Leser beten:

Du bist selbst auf der Flucht und suchst Schutz in Bunkern.
Denn du lässt die Menschen nicht allein, die sich in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens vor dem Tod aus der Luft zu retten versuchen.

Auch wenn die Formulierung “Tod aus der Luft” mich zunächst an Angriffe einer Luftwaffe – also nur an die Angriffe der israelischen Armee – denken lässt, kann man doch hier noch hoffen, dass die Diakonie eine ungewollt unglückliche Formulierung gewählt hat, in die auch die Raketen der Hisbollah als “Tod aus der Luft” eingeschlossen sind.

Kann man hoffen – bis man den nächsten Abschnitt des Gebets liest:
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Zum Wochenende: Behördendeutsch…

Samstag, August 5th, 2006

…oder der womöglich längste Satz der Welt:

Gemäß §29 B Abs. 2 Nr.4 BAT in der ab 01.07.1997 gültigen Fassung haben ledige und geschiedene Angestellte, die eine andere Person nicht nur vorübergehend in ihre Wohnung aufgenommen haben und ihr Unterhalt gewähren, weil sie gesetzlich oder sittlich dazu verpflichtet sind, dann Anspruch auf den Ortszuschlag der Stufe 2, wenn für den Unterhalt der aufgenommenen Person, bei einem Kind einschließlich des gewährten Kindergeldes und des kinderbezogenen Bestandteils des Ortszuschlages, nur Mittel zur Verfügung stehen, die das Sechsfache des Betrages der Stufe 1 des Familienzuschlages bzw. des Unterschiedsbetrages zwischen der Stufe 1 und der Stufe 2 des Ortszuschlags der Tarifklasse 1c nicht übersteigen.

Kommentare

Freitag, August 4th, 2006

Da irgendein Idiot offensichtlich Gefallen daran findet, vulgäre Kommentare hier unter dem Namen der Blogautoren zu veröffentlichen, haben wir die Kommentarfunktion zunächst so umgestellt, dass jeder Kommentar vor der Veröffentlichung von uns moderiert werden muss. Ich schau noch, ob ich eine bessere Lösung finde.

Über Kommentare zu den Beiträgen freuen wir uns natürlich weiterhin!

Das Beck's wird knapp. Warum eigentlich?

Mittwoch, August 2nd, 2006

Im Manager Magazin ist zu lesen, dass es wegen “Verbrauchsspitzen” in diesem Sommer zu “Engpässen” bei der Auslieferung von Beck’s Bier kommt.
Das wundert mich. Natürlich verstehe ich, dass es in diesem Sommer zu “Verbrauchsspitzen” beim Bier kommt. An denen bin ich nämlich selber beteiligt. Ich verstehe aber nicht, wie man so auf Beck’s fixiert sein kann! Mal ehrlich, das ist eine tolle Marke aber eher ein druchschittlicher Saft. Viel charaktervoller schmeckt doch eigentlich Radeberger oder Jever oder auch das Tegernseer Helle, finde ich.