Archive for Oktober, 2006

Werbung

Freitag, Oktober 27th, 2006

Mein Rechner ist nicht mehr der Schnellste. Dass man aber vor dem Öffnen einer PDF-Datei nicht nur einen Kaffee kochen, sondern ihn auch noch trinken konnte, das lag nicht nur an ihm, das liegt auch an der Eigenschaft von Adobe-Software, so ziemlich alles, was auf dem Rechner nicht niet- und nagelfest ist, beim Start des Programms zu laden.

Viel schneller geht das mit dem von mir neu entdeckten Foxit Reader. Der ist auch kostenlos und bietet dabei sogar noch mehr Funktionen als das Original von Adobe. Nur die Darstellung ist nicht immer ganz so sauber wie im Adobe Reader.

Mehr Idealismus

Freitag, Oktober 27th, 2006

“Hörer, Zuschauer und Leser sind weit mehr als nur ein Maß zur Ermittlung von Reichweite oder Auflage. Werden sie aktiviert, wandeln sie sich zu einer ergiebigen Quelle zusätzlicher Erlöse.” meint RBC*.

Wo bleibt denn da der Idealismus im Journalismus?

*RBC ist eine Tochter von Regiocast und u.a. durch die Beteiligung an igge & co in Erscheinung getreten.

Bisher ungewürdigte Seiten, die uns verlinken

Freitag, Oktober 27th, 2006

In dieser Folge:

Haberermeisters… zollblog

und

die Wochenend-Alkoholiker

Schön ist das nicht

Freitag, Oktober 27th, 2006

Ich kenne in meiner Nachbarschaft fünf Internetcafés, die ich innerhalb von drei Minuten zu Fuß erreichen kann. Wie die alle überleben, war mir anfänglich noch ein Rätsel. Jetzt weiß ich, wer Sie am Leben hält: Arcor-Kunden, die mit ihrem Anschluss umziehen.

Zwei Monate hat es gedauert, bis ich meinen bestehenden Arcorvertrag auch in meiner neuen Wohnung wieder nutzen konnte.

Es begann zwei Wochen vor dem Umzug: (weiterlesen…)

Gebt Berlin kein Geld!

Freitag, Oktober 20th, 2006

Wie? Das sage ich als Berliner? Ich liebe meine Stadt. Ich will nur hier leben. Deshalb sage ich es ja. Neue Zuschüsse wird man hier verjubeln wie den Länderfinanzausgleich, EU-Gelder und so weiter. Hier werden die Steuereinnahmen fast komplett für Löhne, Gehälter und Pensionen im Öffentlichen Dienst ausgegeben. 35 000 Beschäftigte sind dort überflüssig, werden aber dennoch bezahlt. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften, die Verkehrs- und Stadreinigungsbetriebe arbeiten alle defizitär. Keine der Parteien in unserem Parlament (vielleicht mit Ausnahme der FDP) will daran ernsthaft etwas ändern.
Die Regierung dieser Stadt muß gezwungen werden, ihre Ausgaben zu reduzieren und Ideen dafür zu entwicklen, wie man Wirtschaft ansiedelt. Und das geht nur, wenn man ihr kein Geld gibt.

Gegen die Prekarisierung hilft nur eins: neue Arbeitsplätze!

Dienstag, Oktober 17th, 2006

Gut, dass es Wikipedia gibt. Jetzt kann ich mitreden, wenn SPD und CDU über die neue Unterschicht streiten. Der Begriff “Unterschicht” ist übrigens irreführend, denn es geht zuerst nicht um eine soziale, sondern um eine ökonomische Frage.

Es geht um die Reaktion auf die sogenannte “Entsicherung” des sozialen Lebens durch befristete Arbeitsverträge, Mini-Jobs und Mini-Löhne, Dauerpraktika, schlicht um das moderne Tagelöhnerwesen.

Menschen, die in dieses moderne Tagelöhnerwesen hineingezwungen werden, nennt man nun Prekarierer (von prekär lat. für unsicher). Und derer werden immer mehr.

Akademiker zum Beispiel erwarten heute in vielen Fachrichtungen keine geordneten Karrieren mehr sondern höchst prekäre Berufsverhältnisse. Tagessätze von unter hundert Euro brutto oder Knebelverträge mit 2500 Euro brutto im Monat für Hochqualifizierte sind keine Seltenheit.

Das alles ist traurig und dramatisch, hat aber, wie ich meine, nichts mit “Hartz IV” zu tun, wie jetzt in SPD und Union zu hören ist. Denn wer keine oder keine ausreichende Arbeit hat, dem kann der Staat auch nicht helfen. Dem helfen nur neue Arbeitsplätze. Und von denen könnten in Deutschland viel mehr geschaffen werden, wenn es zu den Reformen käme, zu denen es nicht kommt.

“Sozial ist, was Arbeit schafft”, hieß es im letzten Bundestagswahlkampf bei den Parteien der Sozialen Marktwirtschaft, also bei CDU und FDP. Das – und nur das – stimmt.

Wie sollen wir diese Türkei in die EU aufnehmen?

Freitag, Oktober 6th, 2006

Das türkische Strafgesetzbuch enthält einen Artikel (301), nach dem derjenige Gefängnisstrafe erhält, der den Staatsgründer Atatürk beleidigt hat. Das ist kein Witz sondern bitterer Ernst.

Die prominenten Autoren Orhan Pamuk und Elif Shafak wurden deshalb schon angeklagt. Jetzt ist die Schriftstellerin Ipek Calislar dran. Sie schrieb eine Biografie über die Ehefrau Atatürks.

In dieser Biografie wird erzählt, Atatürk habe sich einmal aus Angst vor einem Attentat mit einem “Ganzkörperschleier” (Tschador) als Frau verkleidet.

Ein Leser zeigte die Schriftstellerin an. So etwas hätte der große Atatürk niemals getan, behauptete er. Daraufhin brachte die Staatsanwaltschaft Frau Calislar nun vor Gericht.

Ein besseres Beispiel dafür, wie unmöglich es ist, diese Türkei, wie sich heute gibt, in die EU aufzunehmen, kann es, wie ich meine, nicht geben.

P.S. Die Regierung Erdogan hat unlängst erklärt, der Artikel 301 werde nicht geändert werden.

Gefühlvoller Schwachsinn

Mittwoch, Oktober 4th, 2006

„Gefühle sind sehr, sehr wichtig.“ beteuerte vor kurzem der Hamburger Weihbischof Jaschke im Deutschlandfunk und wiederholt damit, was schon die problemorientierte Pädagogik seit den 60ern behauptet: Sachlich falsch und sachlich richtig seien viel zu enge Kategorien, wahr und unwahr gäbe es eigentlich gar nicht, nur die Frage „Was macht das mit Dir, wie fühlst Du Dich dabei?“ wäre für Erkenntnis wichtig.

In Deutschland wird so auch Politik gemacht. Da werden Reformen verschoben, weil sie „dem Bürger noch nicht zumutbar sind“ und es ist egal ob sich objektiv etwas im System ändern muss. Da beteuert Peter Harry Carstensen in einem rührseligen Auftritt, ihn selber würde es am meisten schmerzen, dass er sein Hauptwahlversprechen nicht halten könne und die Neuverschuldung in Schleswig-Holstein unverändert hoch bleibe. Dass das objektiv eine Katastrophe für das Land ist – wer will es noch anmerken, bei solch gefühlvollem Auftritt.

In einer so sensiblen Republik wundert es nicht, dass ständig irgendwer beleidigt ist und auf irgendwen Rücksicht genommen werden muss. Auf der zweiten Seite der Welt kann Richard Herzinger daher heute auch anklagen: (weiterlesen…)

Ich bin für Ban

Dienstag, Oktober 3rd, 2006

Ban Ki Moon, der südkoreanische Diplomat, soll neuer UNO-Generalsekretär werden, wenn Kofi Annan am 31. Dezember ausscheidet.

Ich bin erleichtert! Nicht nur, weil Annan aufhört, der Salon-Sozialist, der seine Erfüllung im Kampf gegen den “US-Imperialismus” sah, anstatt sich um die UNO zu kümmern.
Nein, ich finde, ein Asiate, der für Freiheit und Marktwirtschaft steht, der weiß, was es bedeutet, mit einem totalitären Monster-Regime Tür an Tür zu leben, der kann der Weltgemeinschaft nur gut tun.

Ich weiß: UNO-Generalsekretäre werden nicht direkt vom Weltvolk gewählt. Ich gebe meine Stimme aber trotzdem hier ab und sage: Ich bin für Ban.