Archive for Februar, 2007

Im Irak gibt es keine "Aufständischen"

Dienstag, Februar 27th, 2007

Im Irak starben 18 Kinder, weil am Fußballplatz, auf dem sie Fußball spielten, eine Autobombe explodierte. In der deutschen Presse werden die Bombenleger “Aufständische” genannt. “Aufständische” oder “Rebellen” kann es in einer Diktatur geben. Der Irak ist aber eine Demokratie. Terroristen wollen Sie zerstören, so, wie einst die Massenmörder der RAF die bundesdeutsche Demokratie zerstören wollten. Warum nennen die deutschen Journalisten die irakischen Terroristen “Aufständische?

Wirtschafts- statt Familienpolitik!

Dienstag, Februar 27th, 2007

Als Frau von der Leyen junge Ärztin war, hatte sie es als berufstätige Mutter schwer. Heute hätte sie es leichter. Junge Mediziner haben inzwischen gute Möglichkeiten, in Teilzeit zu arbeiten. Dass das so ist, ist nicht Frau von der Leyen zu verdanken, sondern dem Arbeitsmarkt: Mediziner sind wieder gefragt.
Ich kenne keine einzige Frau, die sich gegen Kinder entschieden hat, weil es in Deutschland nicht genug Krippenplätze oder nur unzureichende Ganztagsbetreuung gibt. Aber ich weiß von sehr vielen, die Kinder haben oder gerne welche hätten, und sich um die Kinder gerne auch selbst kümmern würden. Die damit verbundenen (u.U. vorübergehenden) Karriereabstriche würden sie in Kauf nehmen – das Karriereende nicht. Leider gibt es in ihren Branchen aber keine Teilzeitarbeitsplätze. Sie müssen froh sein, einen Arbeitsplatz zu haben.
Was im Moment parteiübergreifend an Familienpolitik geboten wird, hat mit der Realität nichts zu tun: Diese Familienpolitik entlässt die Arbeitgeber aus der Verantwortung und ist im Ergebnis familien- und frauenfeindlich. Ein bisschen mehr Wirtschaftspolitik – das wär´s!

Die SPD zeigt ihr wahres (Familien-) Gesicht

Montag, Februar 26th, 2007

Im verzweifelten Versuch, CDU-Ministerin von der Leyen familienpolitisch links zu überholen, zeigt die SPD plötzlich, wo sie eigentlich hin will mit der Kindererziehung: Sie will die Kita-Betreuung ausbauen und dafür das Kindergeld kürzen. Damit wird die Förderung der elterlichen Erziehung schrittweise zu Gunsten der staatlichen abgebaut, bis die Eltern gar nichts mehr und die Kitas alles Geld bekommen. Damit wären wir dem sozialistischen Ideal nahe, nach dem der Mensch von Geburt an vom Staat konditioniert wird.

Kinder raus aus den Kitas!

Sonntag, Februar 25th, 2007

In der ganzen Debatte um die Weg-Organisation der Kinder in die Kita fehlt mir das Wort “Liebe”. Ohne Liebe ist alles nichts. In der Kita bekommen Kinder keine Liebe, allenfalls eine gute Betreuung. Nur die Familie (Eltern, Geschwister und Großeltern usw.) kann Liebe geben. Kinder sind mit oder ohne Frau von Leyen in der Kita gar nicht optimal versorgt.

Es geht nicht um die Eltern, es geht um das Kind!

Freitag, Februar 23rd, 2007

Die Reaktionen auf die Äußerungen von Bischof Mixa zu von der Leyens Familienpolitik überraschten nicht. Sie sind erschreckend einseitig. Über Partei- und Kirchengrenzen hinweg wird die Aufforderung wiederholt, die Entscheidung der Eltern zu respektieren. Doch Eltern entscheiden hier über einen Menschen. Auch wenn sie verantwortlich für das Kind und berechtigt es zu erziehen sind: Das Kind ist nicht ihr Eigentum.

Das Wohl des Kindes muss über der Selbstverwirklichung der Eltern stehen. Man mag darüber streiten, was für das Kind besser ist: In einer Krippe oder bei den Eltern den Tag zu verbringen. Die Frage muss aber endlich gestellt werden.

Sehr gut zu den Reaktionen auf Mixas Äußerung: Bissige Liberale

Wozu zahlen wir eigentlich Krankenkassenbeiträge?

Freitag, Februar 23rd, 2007

…Wenn wir beim Arzt ohnehin ständig in Bar drauf legen müssen?
Zehn Euro Praxisgebühr pro Quartal, beim Zahnarzt nochmal extra zehn Euro. Vorsorgeuntersuchungen z.B. Hautkrebs/Darmkrebs: Barzahlung, Ultraschall-Untersuchung: Barzahlung. Zahnarzt? Fast alles in bar außer Zahn ziehen. Brille: bar. Kieferorthopädie: bar.
Da versucht die Politik, die Beiträge für die gesetzlichen Kassen stabil zu halten und hinten rum zahlen alle privat drauf. Für wen wird dieser Selbstbetrug eigentlich inszeniert?

Mütter, ist euer Feind weiblich?

Dienstag, Februar 20th, 2007

Brandenburgs Innenminister Schönbohm wirft seiner Parteikollegin, der Bundesfamilienministerin von der Leyen vor, sie diskrimminiere Frauen, die für die Familie den Beruf aufgegeben haben, weil sie unter Familienpolitik nur noch die Erhöhung der Zahl der Kita-Plätze verstehe. Frauen, die sich gegen Erwerbsarbeit entschieden, würden automatisch als weniger leistungsfähig betrachtet.

Ich meine, das hätte eine Politikerin sagen müssen. Denn eigentlich stehen sich in der Diskussion über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht progressive Frauen und konservative Männer gegenüber. Der Graben verläuft doch zwischen jenen Frauen, die Erwerbsarbeit für das allein Seligmachende halten und denen, die ihre Kinder nicht aus der Hand geben wollen. Anders ausgedrückt: Frauen sind die schärfsten Kritiker der Hausfrauen.

Was hat unser Außenminister gegen Abwehrraketen?

Sonntag, Februar 18th, 2007

Die USA wollen in der Tschechischen Republik und in Polen ein Raketenabwehrsystem errichten. Es soll Europa vor atomaren Langstreckenraketen schützen, die jetzt in Rußland stationiert sind und laut UNO in wenigen Jahren dem iranischen Regime zur Verfügung stehen werden. Bundesaußenminister Steinmeier kritisiert dieses Raketenabwehr-System als “Provokation”. Wieso provoziere ich, wenn ich mich selber schütze? Wie will unser Außenminister Europa gegen Atomraketen sichern?

Mehr Hirn, Gott!

Samstag, Februar 17th, 2007

Dass Seehofer gerne Homestories über sich und seine glückliche Familie brachte, ist ja nun schon ein alter Hut. Auch dass er das problemlos damit in Einklang brachte, in Berlin eine Geliebte zu hofieren und zu schwängern, ist keine Neuigkeit mehr.

Aktueller ist da die Meldung, dass der Kölner Kardinal Meißner sich im Kölner Express dazu äußerte und vermutete Seehofer leide an einer Persönlichkeitsspaltung.

Das ist, wie so oft von Meißner, unnötig scharf formuliert. Die unsägliche Blödheit der Reaktionen kann damit aber noch nicht gerechtfertigt werden.

Der Kirchensprecher der CSU-Fraktion meinte, Meißner solle erstmal den Balken im eigenen Auge sehen. – Eine bodenlose Frechheit, mit der man jede Kritik totschlagen kann. Und in diesem Zusammenhang ohne jeden Anhalt: Der Kölner Kardinal ist bisher weder durch Homestories noch durch eine Geliebte in Erscheinung getreten.

Auch die katholische Reformbewegung “Wir sind Kirche” haut mal mit ein paar Klischees um sich: “Diese Fokussierung auf die individualiserte Sexualmoral ist einseitig.” Die Gruppe sollte aufhören zu behaupten, sie sei Kirche und sich umbenennen in “Wir sind dumm.” Dann müsste man sich gar nicht mehr mit ihr befassen. Was hat es mit individualisierter Sexualmoral zu tun, wenn ein Kardinal anprangert, dass ein Politiker seine Frau hintergeht und dabei die heile Welt in den Medien und den Wählern gegenüber bewusst irreführend aufrecht hält, um als sauberer Strahlemann erscheinen zu können? Nichts. Na also.

Wenn Meißner etwas entgegenzuhalten ist, dann doch, dass jeder Mensch nach christlichem Verständnis die Chance auf einen Neuanfang haben muss. Dafür muss er seinen Fehler erkennen und bereuen. Danach siehts bei Seehofer bisher nicht aus. Vielleicht weil er viel zu selbstverliebt ist. Vielleicht weil er viel zu machtbewusst ist. Vielleicht auch weil er schizophren ist. Dann hätte Meißner Recht.

Gut zu wissen

Samstag, Februar 17th, 2007

Nach Bild-Recycling nun auch Blog-Recycling bei Libertas Cara:

Dieses Licht in den hiesigen ÖPNV-Bussen mit der Beschriftung “Wagen hält”, was von Zeit zu Zeit aufleuchtet, macht den Transport um einiges angenehmer. So muss man nicht die ganze Strecke lang fürchten, dass die Kiste auseinanderfällt.

Das ist mein Humor.

Gefunden bei Pun Invented.