Jetzt verstehe ich gar nichts mehr: Auf der ganzen Welt leben 6,7 Milliarden Menschen. Sie atmen jährlich 24,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO 2) aus. Alle Autos auf dieser Welt zusammengenommen produzieren im gkleichen Zeitraum aber nur 2,1 Milliarden Tonnen CO 2. So hat es die FAZ gestern (dankenswerter Weise) vorgerechnet.
Falls sich also das Klima aufgrund der CO 2-Emissionen verändern sollte, was gar nicht sicher ist, so wäre unsere menschliche Lunge der hauptsächliche Verursacher. Na, und das Atmen sollten wir uns lieber nicht einschränken lassen, durch ein neues Kyoto-Protokoll zum Beispiel.
Archive for März, 2007
Atmen wir den Klimawandel herbei?
Mittwoch, März 28th, 2007Sex sells
Samstag, März 24th, 2007Jetzt mal im Ernst
Donnerstag, März 22nd, 2007Wissen Sie, was nicht stimmt? Dass wir institutionalisierte Spinnstuben brauchen. Weder in der Wirtschaft, noch in der Politik und schon gar nicht in der Kirche. Falsche Ideen – die kommen ja vor allem aus Spinnstuben – werden nämlich nicht dadurch besser, dass man ihnen zugesteht, zum Denken angeregt zu haben.
Auch die Antwort von Bischof Knuth auf Günther Beckstein ist so zwar originell aber nicht gut:
Der bekennende Protestant Beckstein hatte in einem Interview mit dem “Bayernkurier” gesagt, er sei froh über eine starke katholische Kirche in seinem Land. Diese habe seine evangelische Landeskirche vor “mancher Verwirrung wie in Nordelbien oder Bremen” bewahrt, wo man “durch Spinnereien die Menschen aus den Kirchen geradezu vertrieben hat.” Gegenüber der “Nordelbischen” ergänzte Beckstein, dass die Verkündigung des Wortes Gottes und die Seelsorge zugunsten allgemeinpolitischer Aktivitäten und Äußerungen in den Hintergrund geraten seien. Er ist Mitglied der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Knuth kontert, dass er sich “immer wieder über kräftige Worte aus dem tiefen Süden unseres Vaterlandes freut”. Neu sei ihm allerdings die Behauptung des Synodalen Beckstein, dass die Katholische Kirche und nicht die reformatorische Botschaft die evangelische Kirche vor “Verwirrungen bewahrt”. Im übrigen seien “Spinnstuben nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch in der Kirche unverzichtbar”, so der Bischof.
Erziehung zum Unfrieden
Dienstag, März 20th, 2007Neue Schulbücher für palästinensische Schüler der 12. Klasse lehnen die Existenz Israels ab. Das veröffentlichte die Organisation „Palestinian Media Watch“, die palästinensisch-arabische Medien und Schulbücher untersucht. Kommentar überflüssig.
"Gewissenschonende Handlungsalternative" bei der Bundeswehr
Freitag, März 16th, 2007Das ist lustig: Als erster deutscher Soldat hat der Offizier Jürgen Rose erfolgreich seine Beteiligung am Tornado-Einsatz in Afghanistan verweigert. Und zwar “aus Gewissensgründen”. Er hält den Kampf der NATO gegen die Taliban-Terroristen für “völkerrechtswidrig”.
Das Wehrbereichskommando IV in Bayern gab heute seinem Antrag statt, ihn von jeglicher Unterstützung der Mission freizustellen. Sein Vorgesetzter habe ihm mitgeteilt, er werde „zur Wahrung der gewissenschonenden Handlungsalternative” versetzt.
Natürlich kann Offizier Rose der Meinung sein, er müsse in Afghanistan nicht mitkämpfen. Ist diese Meinung aber wichtig?
Wenn jetzt jeder Offizier selber entscheidet, ob er am Krieg teilnehmen will, dann ist die Bundeswehr überflüssig, weil nicht einsatzfähig.
Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?
Und ich dachte, in Ägypten gäbe es Pressefreiheit!
Montag, März 12th, 2007Ein Berufungsgericht in der ägyptischen Hauptstadt Kairo hat das Urteil gegen den Blogger Nabil bestätigt. Der 22-Jährige muss für vier Jahre ins Gefängnis – wegen Beleidigung des Islam und des Präsidenten.
Nach einem Angriff aufgebrachter Muslime auf eine christliche Kirche im Jahr 2005 schrieb er: “Die Muslime haben der Welt ihr wahres, hässliches Gesicht offenbart und der ganzen Welt gezeigt, dass sie voller Barbarei, Brutalität und Menschenverachtung sind.” Außerdem kritisierte er Präsident Mubarak, indem er ihn als “ein Symbol der Tyrannei” bezeichnete.
Und ich dachte, in Ägypten gäbe es Pressefreiheit und einen einigermaßen funktionierenden Rechtsstaat. Das war wohl ein Irrtum.
4,5 Lidl sind ein Aldi
Montag, März 12th, 2007Wenn John Naisbitts Vision der privatisierten Währung Wirklichkeit wird, werde ich mich wohl nach der einfachen Umrechnung Mark in Euro zurücksehnen. Lässt man aber persönliche Rechenschwächen außer Acht, finde ich es eine faszinierende Idee. Naisbitts ist sich sicher: “Der Durchbruch wird erfolgen, sobald wir verstehen, dass Geld – ebenso wie Autos, Kühlschränke oder Gold – eine Ware ist.”
Stil lässt sich dann auch an der Wahl des Geldes erkennen: Der aufstrebende Großstadt-Single zahlt in Louis Vuitton, der Globetrotter legt Issey Miyake Scheine auf den Tisch, der Familienvater trägt seine Rewe-Währung im Portemonnaie und kirchliche Mitarbeiter erkennt man an fair gehandelten Münzen aus Papua Neuguinea.
Christlicher Fundamentalismus in Berlin
Mittwoch, März 7th, 2007Wie das Leben so spielt: In Berlin wurden vor vier Monaten die Ladenschlusszeiten an Wochentagen frei gegeben. Gleichzeitig verschärfte das Parlament die Auflagen zur Sonntagsruhe an hohen christlichen Feiertagen. So müssen in Berlin künftig an Ostern, Pfingsten und Weihnachten alle Bäckereien, Blumenläden und sogar Kunst- und Flohmärkte schließen. Das mehrheitlich atheistische Berlin gibt sich also in seienr Gesetzgebung geradezu christlich fundamentalistisch.
Ist es Antisemitismus, wenn deutsche katholische Bischöfe in Israel das Warschauer Ghetto mit Rhamallah vergleichen?
Dienstag, März 6th, 2007Wenn hochrangige deutsche Vetreter der Katholischen Kirche nach Israel reisen und dort einseitig die Schuld verteilen, dann ist das schon ein starkes Stück. Kein Wort zur Ausbildung palästinensischer Selbstmordattentäter im Iran und in Syrien? Kein Besuch bei den jüdischen Opfern des Terrorkrieges gegen ihr Land? Das verstehe ich nicht und das verstimmt mich. Jedem anderen, der das geleistet hätte, würde ich unterstellen, er hätte sich antisemitisch versündigt.
Und so sehen die Tatsachen wohl aus:
Katholische Bischöfe aus Deutschland besuchten während einer einwöchigen Pilgerreise durchs Heilige Land unter anderem die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem und auch Ramallah im Westjordanland.
Dabei sagte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke laut „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) und anderer Blätter: „Morgens in Jad Vaschem die Fotos vom unmenschlichen Warschauer Ghetto, abends fahren wir ins Ghetto in Rhamallah. Da geht einem doch der Deckel hoch.“
Der Augsburger Bischof Walter Mixa sprach angesichts der Lage der Palästinenser laut „Frankfurter Rundschau“ von einer „Ghettoisierung“ mit beinahe rassistischen Zügen.
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sagte laut „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) zur Lage der Palästinenser und in Richtung Israelische Regierung: „So etwas macht man mit Tieren, nicht mit Menschen.“ Sein Sprecher Christoph Heckeley dementierte das Zitat, sagte aber, Meisner habe die israelische Schutzmauer mit dem Berliner Todesstreifen: „Diese Mauer wird fallen wie die Berliner Mauer auch“, habe er gesagt.
Nach Angaben der Israelischen Botschaft in Berlin haben die Bischöfe keine Angehörigen der Opfer palästinensischer Terror-Anschläge besucht.
Der warme Winter verzögert die Erderwärmung
Montag, März 5th, 2007In diesem milden Winter haben die Deutschen nur halb so viel Heizenergie verbraucht, wie im Vorjahr. Damit wurde auch nur die Hälfte des durch Heizungen verursachten CO2 ausgestoßen. Paradoxerweise führen also die durch die Treibhausgase erhöhten Temperaturen dazu, dass weniger Treibhausgase erzeugt werden. Das ist wirklich ein Vorteil.

