Archive for Oktober, 2007

Die SPD will die Männer abschaffen

Dienstag, Oktober 30th, 2007

Das geht aus folgendem Beschluss des Parteitages in Hamburg hervor, der lautet: “Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.”
Wie sehen eigentlich SPD-Männer aus, die für einen solchen Antrag stimmen?

Dem unbekannten Suchenden

Sonntag, Oktober 28th, 2007

29.600.000 Treffer zum Wort “Kirche” meldet Google. Irgendwo darunter auch Libertas Cara. Und irgendein Leser hat über dieses einzelne Suchwort auf unsere Seite gefunden.

Ich bewundere zutiefst diese Geduld und diese Treffsicherheit: Ich habe die Suche nach userem Blog in den Suchergebnissen nach 15 Seiten aufgegeben: Kirchen, kirchliche Einrichtungen, Webkataloge, Frauenkreise… alles mögliche, aber kein Weblog, auch kein freies der freien Welt.

Der unbekannte Leser aber hat sich nicht entmutigen lassen. Er hat weiter gesucht, ist nicht bei der Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Wien verlorengegangen, hat das “Herzlich Willkommen!” der Kirchegemeinde Huetten ignoriert und zu uns gefunden. Ich weiß: Seine Geduld hat sich gelohnt. Dennoch: Danke!

Flohteller, Strohkeller und anderer Wahnsinn. Oder: Was die deutschen Bischöfe richtig machen.

Samstag, Oktober 27th, 2007

Volker Beck nennt Kardinal Meisner einen Hassprediger. Die Welt nimmt das zum Anlass unter der Überschrift “Bischöfe trampeln durch den Porzelanladen” die schlimmen Patzer der Bischöfe der letzten Monate aufzuzählen. Natürlich mit dabei: Der angebliche Aufruf zum Boykott des Musicals “Nase, Bauch und Po” des Bischofs von Fulda.

(weiterlesen…)

Frau von der Leyen wirbt für die FAZ. Frau Merkel wirbt aber nicht für Audi.

Freitag, Oktober 26th, 2007

Bundesfamilienministerin von der Leyen ist der neue “Kluge Kopf” hinter der FAZ. Sie wirbt als Bundesministerin für ein Medium, für ein Produkt auf dem Markt. Warum stört das niemanden?
Frau Merkel läßt sich ja auch nicht in einem Audi abbilden, mit dem Text: “Hinter diesem Steuer lenkt immer ein kühler Verstand”. Das würde auch niemand akzeptieren.
Frau von der Leyen aber kann sich offenbar alles erlauben.

Auch das noch: "Kunst" gegen Israel in Berlin

Donnerstag, Oktober 25th, 2007

Der Berliner Fotograf Kai Wiedenhöfer will an der East Side Galery Fotos aufhängen, die er von der Grenz-Mauer in Israel geschossen hat. Diese Mauer riegelt das Westjordanland gegenüber dem israelischen Kerngebiet ab.
Wiedenhöfers „Kunst“ besteht nun darin, Israels Mauer mit der DDR-Mauer hintersinnig in einen Zusammenhang zu stellen.
Ich gebe ja zu, dass ich viele Künstler schon lange nicht mehr verstehe. Sei es, dass sie mit nacktem Hintern über die Bühnen springen oder ein Kaninchen vor Publikum töten.
Die Idee Wiedenhöfers möchte ich gar nicht verstehen. Sie ist, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit. Eine Gemeinheit gegenüber Menschen, die in großer Gefahr leben.
Wie viele Israelis wurden schon durch Selbstmordanschläge ermordet? Wie viele Opfer dieser Anschläge haben schwer verletzt und verstümmelte überlebt und schreien jeden Tag vor Schmerzen? Hat Kai Wiedenhöfer sie auch fotografiert?
Israels Mauer ist hässlich und ein sehr großer Ärger für alle, die in ihrer Nähe leben. Kein Israeli hat sich diese Mauer gewünscht. Aber sie hält die Mörder auf, sie rettet jeden Tag Menschen das Leben.
Was für ein Zyniker muss derjenige sein, der sie mit dem DDR-Todesstreifen vergleicht.

Atomindustrie lädt Al Gore ein und niemanden stört es

Dienstag, Oktober 23rd, 2007

Al Gore, der den Friedensnobelpreis für einen Umweltschutz-Film bekam (warum eigentlich?), weilt heute in Berlin. Auf Einladung von EnBW, des Baden-Württembergischen Stromriesen.

EnBW setzt auf Atomenergie und will damit Klima-Punkte machen.

Eigentlich ist Atomenergie in Deutschland ein Reizthema. Nicht aber offenbar, wenn Al Gore kommt.

Da lassen es sich die Journalisten sogar gefallen, dass sie nicht aus dem Vortrag zitieren dürfen (bei Strafandrohung!), den Gore bei EnBW halten wird. Sie geben sich damit zufrieden, ihm vorab bei einem kruzen Statement zuzuhören, um dann gehorsam das Weite zu suchen.

Diese Heizpilze sind die wahren Klima-Killer!

Montag, Oktober 22nd, 2007

Berlins Grünen-Chefin Eichstädt-Bohlig fordert ein Verbot von Heizpilzen. Ich bin gegen zu viele Verbote. Aber die Heizpilze stören mich auch. Schon lange.

Es werden immer mehr. Sie stehen vor jedem Cafe, das was auf sich hält. Schön, wenn man auch im Winter draußen sitzen kann. Ein netter Trend. Aber den gibt es nicht umsonst. Und er passt nicht in die Zeit: Wir streiten hier inzwischen um jedes Gramm Kohlendioxid (CO2), weil wir glauben, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Wir schrauben Energiesparlampen ein. Wir bauen Energiespar-Häuser. Wer Auto fährt, gilt als Klimasünder.

Ein Heizpilz aber gibt pro Jahr vier Tonnen CO2 ab (36 Stunden Betrieb pro Winter-Woche). So viel, wie 5000 Autos zusammen.

Wir blicken ängstlich auf die schwindenden Energievorräte der Welt und verballern mit dem Heizpilz Unmengen Gas. Weil wir den Capuccino draußen schlürfen möchten, weil uns die Pizza nur noch bei geöffneten Flügeltüren schmeckt.

Mein Vater sagte früher zu mir: „Fenster zu, wir heizen die Wohnung, nicht die Straße!“ Der Heizpilz ist die Heizung, die auf der Straße steht, der Prototyp des Energieverschwenders und Klima-Killers.

Schwarz. Gut. Gratis.

Freitag, Oktober 19th, 2007

Langweilig, dachte ich: Fast 300 Seiten, die mir erklären, wie die Marke Yello Strom erdacht wurde.

Jetzt habe ich sie durch, es hat keine zwei Abende gedauert. Aus dem Internet heruntergeladen, ausgedruckt, immer 4 Buchseiten auf ein DIN A4 Blatt, gerade noch lesbar.

“Also ich glaube, Strom ist gelb” heißt das Buch, geschrieben von Bernd Kreutz, Inhaber der Werbeagentur Kreutz & Partner aus Düsseldorf. Er erzählt von zwei Jahren Zusammenarbeit mit EnBW, der Gründung des Konzerns, der Schaffung einer Identität.

Manchmal erscheint er mir zu selbstverliebt, manchmal ähnelt die Sprache der eines Jerry Cotton Hefts. Aber insgesamt: kurzweilig und spannend. Wirklich lesenswert!

Was ich aber auch nach der Lektüre nicht verstehen kann: Warum er die FF DIN zur Hausschrift von Yello Strom gemacht hat.

Wenn ich Schweizer wäre…

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

smartspider1.png… würde ich die Union Libérale-Radicale (der deutsche Titel ist einfach langweiliger: Union der Freisinnigen und Liberalen) wählen. Zumindest, wenn ich in Genf leben und der Wahlempfehlung des schweizerischen Wahlomaten trauen würde.

Das blaue Netz soll meine, das grüne die Position der ULR  darstellen.

Gefunden bei Gegenstimme.

Da simmer dabei

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Und zwar als Nummer 453:

Blogosphäre in Icons