Wozu braucht eine deutsche Schule einen "Gebetsraum"?

Das Berliner Verwaltungsgericht hat am Dienstag entschieden, dass ein muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding einmal täglich sein Gebet nach islamischem Ritus in der Schule, aber außerhalb der Unterrichtszeit abhalten darf.
Der Schüler hatte zuvor im Schulkorridor seinen Gebets-Teppich ausgerollt, was ihm die Schulleitung verbieten wollte.

Das Gericht bezieht sich auf die Ausübung der Religion als Grundrecht. Und das verstehe ich auch. Es ist ja auch schön, wenn Schüler während der Schulzeit beten, egal welchen Glaubens sie sind. Nur sehe ich nicht ein, dass sie das Gebet in der Schule nicht leise und für sich sprechen können sollen, dass sie dafür einen eigenen Raum zugewiesen bekommen müssen.

Oder ging es den Klägern, also den Eltern des Jungen, weniger um dessen Glauben, als um die Eroberung öffentlichen Raums in Deutschland für einen fundamentalistischen Islam?

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2 Kommentare zu “Wozu braucht eine deutsche Schule einen "Gebetsraum"?”

  1. Rode sagt:

    Eigentlich ist das Beten in Räumen und nicht auf Straßenecken sehr christlich (vgl. Mt 6,5ff)! Was auch immer die Eltern damit wollten, vielleicht könnte man den Gebetraum auch interreligiös gestalten…

  2. [...] Fürwahr eine rhetorische Fragestellung. [...]

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