Diese Nachricht von vorgestern verfolgt mich nun schon zwei Tage. Befragt wurden kürzlich Moslems, die an 12 britischen Universitäten studieren. Die Ergebnisse: 32 Prozent der repräsentativ befragten moslemischen Studenten halten Mord und Totschlag im Namen des Islam für „gerechtfertigt“. Vierzig Prozent der moslemischen Studenten wünschen die Einführung der Scharia in Großbritannien, ein Drittel fordert die Einführung einer Religionsdiktatur und vierzig Prozent meinen, unverheiratete Männer und Frauen dürften einander nicht begegnen.
Warum gibt es solche Umfragen nicht bei uns und wie würden sie ausfallen?
Übrigens erinnere ich mich an eine ähnliche Umfrage aus England, aus dem Januar 2007: Mehr als ein Drittel der in Großbritannien lebenden jungen Muslime wünschten sich damals die Einführung der Scharia. 74 Prozent der jungen Britinnen muslimischen Glaubens wollten ein Kopftuch tragen. 13 Prozent der jungen Muslime im Alter zwischen 16 und 24 Jahren bewunderten damals Terrorgruppen wie Al Qaida (wie viele sind es heute?).
Weshalb spricht denn niemand über diese schrecklichen Nachrichten? Wie gefährlich ist die schnell wachsende Gruppe der jungen Muslime unter uns?
Archive for Juli, 2008
Spricht denn niemand über die Umfrage aus England, nach der 32 Prozent der muslimischen Studenten Mord und Totschlag als Mittel zur Durchsetzung des Islam für gerechtfertigt halten?
Mittwoch, Juli 30th, 2008Bettler in Bangladesh fordern ein Mindest-Almosen und erinnern mich damit an SPD und Linkspartei
Montag, Juli 28th, 200840 Bettler aus der Stadt Kurigram in Bangladesch demonstrierten am Wochenende für höhere Almosen. Sie forderten von der Stadtverwaltung, sie solle ein Mindestalmosen in Höhe von einem Taka (92 Cent) festlegen. Derzeit gäben die meisten Mildtätigen nur zwischen einem Zehntel und der Hälfte dieser Summe. Die Bettler argumentierten, die steigenden Lebenshaltungskosten machten es ihnen unmöglich, von den eingenommenen Almosen ihre Familien zu ernähren.
Ob die Almosengeber dann überhaupt noch ein Almosen geben wollen, wenn dessen Untergrenze festgelegt wird, interessiert sie nicht. Genauso ist es mit den Forderungen der Linkspartei und der SPD nach Mindeslöhnen: Ob die Arbeitgeber überhaupt zahlen wollen, wenn Mindestlöhne eingeführt werden, das kümmert sie nicht.
Ich habe einen Obama-Schock erlitten und plädiere deshalb dafür, dass Angela Merkel noch lange unsere Bundeskanzlerin bleibt
Sonntag, Juli 27th, 2008Nach einer neuen Emnid-Umfrage sind 63 Prozent der Deutschen der Meinung, Obama wäre ein guter US-Präsident, besonders für Deutschland. Um diese Begeisterung in den deutschen Herzen zu entfachen, hatte sich Obama lediglich vor die Siegessäule stellen und “Change” sagen müssen. Nachfragen gab es keine. Es interessiert hier auch offenbar niemanden, ob Obama eigentlich etwas verändern will und vor allem was.
Ist es zu hoch gegriffen, wenn ich sage, dass mir das Schauspiel “Obama und die Deutschen” zeigte, dass Helmut Schmidt Recht hatte, als er sagte, unser Volk sei immer noch verführbar? Ich jedenfalls habe einen Schock erlitten, weil ich nicht begreifen konnte, dass hier ein freundlicher Senator aus Illinois wie ein Magier an die Siegessäule treten konnte und ihm sofort 63 Prozent folgten. Solange es freundliche Amerikaner sind, die das erreichen, wäre dagegen noch nichts zu sagen, aber es könnte ja auch wieder ein verkappter Bösewicht als Magier kommen.
Vor dem Hintergrund dieser Obama-Erfahrung lobe ich mir unser Bundeskanzlerin. Sie ist nicht nur ganz offenbar keine Verführerin (oder sieht das hier jemand anders?), sie verspricht nie irgendetwas, weshalb sie keine Versprechen brechen und niemanden enttäuschen kann. Sie ist der wandelnde Pragmatismus, die Frau der kleinen Schritte. Sie tut unserer Volksseele gut und sollte noch lange unsere Kanzlerin bleiben.
Warum ärgern wir uns nicht über Obama?
Freitag, Juli 25th, 2008Obama hielt gestern eine perfekte charismatische Rede. Großartig, amerikanisch. Er forderte aber darin, und das erstaunte mich, eine Aufstockung der europäischen Truppen in Afghanistan, mehr europäische Hilfe für den Irak und mehr europäisches Engagement in der Terrorbekämpfung. Er sprach von Terroristen, die in Hamburg lebten und sagte dann in einer Sprache, die bei uns normalerweise dem Tenor des Kalten Krieges zugeordnet wird: “Wenn es uns mit der Nato gelungen ist, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, dann können wir auch eine neue und weltweite Partnerschaft aufbauen, um die Netzwerke außer Gefecht zu setzen, die in Madrid und Amman zugeschlagen haben, in London und Bali, in Washington und New York.”
Obama sprach ganz ähnliche oder sogar die selben Sätze, die auch der amtierende Präsident Bush von sicht gibt. Dennoch waren gestern 200 000 Menschen trunken vor Glück. ich war selber an der Siegessäule zugegen und habe in sehr viele glückliche Gesichter gesehen. Ich weiß also, wovon ich rede. Und deshalb stelle ich hier nocheinmal die Frage, die ich nicht beantworten kann, an Sie, liebe Leser von Libertas Cara: Warum lieben dieselben Deutschen diesen Herrn Obama, die Bush zum Unhold, Wüterich, Kriegstreiber, Folterer und Kriminellen erklärt haben?
Warum freuen wir uns so sehr auf Obama?
Donnerstag, Juli 24th, 2008Berlin ist heute im Ausnahmezustand. Die großen Straßen im Zentrum wurden gesperrt, Hubschrauber kreisen in der Luft, an der Siegessäule wurde eine “Fanmeile”, ähnlich wie zur EM, eröffnet, mehrere Fernsehsender berichten live aus der Hauptstadt. Was ist geschehen? Obama ist gelandet und im Kanzleramt eingetroffen. Heute abend hält er eine Rede in der Fanmeile an der Siegessäule. Man rechnet mit 250 000 Fans, die dorthin kommen werden.
Obama ist kein Präsident. Obama ist Kandidat. Seine Außenpolitik scheint sich von der des amtierenden Präsidenten Bush kaum zu unterscheiden. Während aber Bush hierzulande mit offenem Abscheu wie eine Persona non Grata behandelt wird, flippen wir aus vor Freude, wenn ein Herr Obama kommt. Niemand scheint sich hier dafür zu interessieren, was Obama eigentlich will. Mir fällt ein, dass er sich zum Beispiel dafür ausgesprochen hat, Kinderschänder mit dem Tod zu bestrafen, eine Idee, die Bush niemals in den Sinn gekommen wäre, dafür ist der nämlich viel zu liberal.
Hamburg schafft die Schulbildung ab
Montag, Juli 21st, 2008Als ich heute las, dass Hamburg als erstes Bundesland die klassische Literatur nicht mehr zum zwingenden Bestandteil des Deutsch-Unterrichtes machen will, da fragte ich mich, was wir denn eigentlich unter Bildung verstehen. In Hamburg bleibt es künftig den Lehrern überlassen, ob sie Namen wie Friedrich Schiller oder Thomas Mann überhaupt erwähnen wollen oder nicht. Ein “gesichertes und strukturiertes literarisches Basiswissen” soll zwar vermittelt werden, was darunter zu verstehen ist, das entscheiden aber die Lehrer.
Wenn wir uns dann aber in Deutsch den Vorgaben entsprechend überhaupt nicht mehr mit unserer deutschen Literatur befassen müssen, was müssen wir dann rechnen können oder in Physik und Geschichte wissen? Wer den Lehrern überläßt, festzulegen, was Bildung ist, der weiß vielleicht selber nicht, was er unter Bildung versteht. Für mein Gefühl hat Hamburg den ersten Schritt getan, die Schulbildung überhaupt in Frage zu stellen.
Wider die Langeweile
Samstag, Juli 19th, 2008Ich bin dann mal weg. Die Vikare der Nordelbischen Kirche (die drei hübschesten oben im Bild) machen eine Studienreise nach Armenien. Da kann ich nicht fehlen.
Bis wir uns wiedersehen empfehle ich zur Unterhaltung:
- Die Pressekonferenz von Ryanair CEO Michael O’Leary.
- Das Lob des Gestern von Thomas Gsella.
- Das Lied der Woche in der Seitenleiste. Und damit Ihnen der Lesestoff nicht ausgeht, gibt’s hier meine Predigt zu diesem (und einem weiteren) Lied.
Zur Information empfehle ich:
- Den Bericht von “Mit offenen Karten” (arte) über Kurdistan.
- Libertas Cara (nicht nur das interessanteste, auch das eleganteste Blog der westlichen Welt) weiterhin zu lesen, zu kommentieren und zu bewerten.
Deine Mudda ist die Polemik!
Freitag, Juli 18th, 2008Eine Woche ist es her. Wir saßen in kleiner werdender Runde beim Abitreffen zusammen. Neben mir ein früher stets angriffslustiger Schulfreund, mit dem ich die ganze Oberstufe über Politik und Religion streiten konnte. Er ein kirchenfeindlicher Sozialdemokrat, ich ein Pfarrerssohn und Jungunionist. Jetzt hatten wir uns schon einige Jahre nicht gesehen. Was wer wie macht, war ausgetauscht. Zeit für einen Themenwechsel. Ich hoffte auf gezielte Polemiken und unfaire Unterstellungen, ein vollkommen unterschätzer Gesprächsstil.
Er beginnt gut: “Du bist dann also bald Priester. Schon ein paar Messdiener ausgeguckt?” Ich muss mich erst aufwärmen: “Ich bin evangelisch. Wir ordinieren auch Frauen, wenn Du verstehst, was ich meine. Und selbst: Schon erste Schönheits-OPs durchgeführt?” – “Nein, aber mal im Ernst: Ich trete jetzt in die Kirche ein.” (weiterlesen…)
Warum lassen die Politiker die Rekruten im Stich?
Freitag, Juli 18th, 2008Morgen legen 500 Rekruten vor dem Reichstag in Berlin ihr Gelöbnis ab. Bisher taten sie das auf dem Apellplatz des Bundesverteidigungsministeriums, aus dem einfachen Grunde, dass die Gegendemonstrationen als zu gefährlich eingestuft wurden. In diesem Jahr ist es anders, man traut sich endlich wieder in die Öffentlichkeit. Die Bundeswehr will mit dem Gelöbnis vor dem Reichstag unterstreichen, dass sie eine Armee ist, die nach dem politischen Willen des Parlaments handelt. Deshalb waren alle 614 Bundestagsabgeordneten zum Gelöbnis eingeladen worden. Zugesagt haben aber nur 12. Und auch die Bundesregierung glänzt durch Abwesenheit, mit Ausnahme des Bundesverteidigungsministers natürlich. Die Politiker vermitteln mit ihrem Desinteresse am Gelöbnis den jungen Soldaten gewollt oder ungewollt den Eindruck, als interessiere sie die Bundeswehr einen feuchten Kehricht. Das ist traurig und beschämend.
Ein Zeichen für einfache Gemüter
Freitag, Juli 18th, 200822 Verkehrszeichen will Bundesverkehrminister Tiefensee abschaffen. Auch die Warnhinweise für den beschrankten Bahnübergang fallen der Entrümpelung zum Opfer. Nicht dabei ist das Andreaskreuz. Dabei ist es ein echtes Deppenzeichen. Oder haben Sie jemals erwogen, einem Zug die Vorfahrt zu nehmen, schließlich gelte in Deutschland noch immer rechts vor links und Recht sei nun mal Recht… ?



