Archive for Dezember, 2008

Es bleibt Weihnachten

Samstag, Dezember 27th, 2008

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, die Weihnachtszeit hat damit begonnen – gleich im ersten Satz des Posts ein wichtiger Hinweis für unsere Leser, denn selbst kirchennahe Menschen sind heute meist der Meinung, dass mit Weihnachten die Weihnachtszeit endet.

Ich habe die Feiertage mit einer Grippe und daher ohne Gottesdienstbesuche verbracht. Vielleicht hat das meiner Weihnachtsfreude sogar gedient, denn was ich aus den Gottesdiensten gehört habe, bestätigte meine Erfahrungen der letzten Jahre:

V.a. die evangelische Pfarrerschaft hat sich scheinbar seit einigen Jahren vorgenommen, der großen Besuchermassen langfristig dadurch Herr zu werden, dass sie immer am Heilgen Abend eine Stunde der Peinlichkeiten präsentieren. Die Bischöfe flankieren diesen Reigen durch Interviews und Predigten, in denen sie als neunmalkluge Moralapostel auftreten und sich offensichtlich keine Sekunde fragen, ob sie sich nicht erst einmal den Balken im eigenen Auge entfernen sollten, bevor sie auf den Splitter im Auge von Herrn Ackermann hinweisen.

Vielleicht erklärt diese Unsicherheit im Umgang mit der Weihnachtsbotschaft von denen, die die christliche Botschaft weitergeben sollen, die wachsende spielerische Distanz zum Weihnachtsfest, die langfristig, als Spielart des Relativismus, Weihnachten kaputt machen wird:

Es zeigt sich nicht nur in der ja schon altbekannten Konsumkritik, die sich über alle Weihnachtsbraten- und Bescherungsromantik stellen will und darin verlogene Verkrustungen eines antiindividualisitschen Bürgertums vermutet.

Es zeigt sich auch, am stetigen Rückgang privater Weihnachtspost oder – und das lässt sich auch schön an vielen Einträgen befreundeter Blogger zeigen – in der Relativierung der eigenen Weihnachtsgrüße: Ob liberal oder konservativ: Zu den Weihnachtsgrüßen gesellen sich Chanukah- und Freie-Tage-Grüße.

Ich warte gespannt, ob die Autoren auch vor dem islamischen Neujahr (29.12.) einen guten Rutsch wünschen werden und an Silvester auch die Mitbürger berücksichtigen, die schon seit Ende September im Jahr 5769 leben.

Das wäre echt voll liberal und kosmopolitisch!

Und damit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern nun eine gesegnete und fröhliche Weihnachtszeit!

Was bedeutet Glück oder: Wo investieren wir richtig?

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Diese interessante Rechnung wurde mir vor wenigen Minuten aufgemacht:
+
Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 215,28 Euro übrig.
Wer dagegen vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in Krombacher Bier investiert hat, konnte:
– 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen
– war ständig heiter
– hatte viel Spaß
– hat den Regenwald gerettet
– und hat heute noch….Leergut im Wert 223,20 Euro !!!!!!!!!

Die Linke – eine ganz normale Partei?

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Sehenswerter Beitrag von report aus Münschen:

Via Gegenstimme.

Die Linkspartei in Thüringen weigert sich, im Briefkopf den Namen der Jürgen-Fuchs-Straße zu drucken. Jürgen Fuchs war DDR-Bürgerrechtler

Sonntag, Dezember 14th, 2008

Der Landtag in Erfurt liegt an der Jürgen-Fuchs-Straße. Also schreiben alle Fraktionen im Landtag die Fuchs-Straße in ihren Briefkopf. Nur die Linkspartei weigert sich. Sie erkennt die Benennung der Straße nach Fuchs nicht an.
Fuchs war Regimegegner. Er wurde im November 1976 in Erkner verhaftet, kam in eine Einzelzelle und wurde monatelang verhört. Dann verkaufte ihn die DDR mit seiner Familie an die Bundesrepublik. Fuchs starb mit 48 Jahren an einem Blitkrebs, der wahrscheinlich auf eine besonders hohe Strahlenbelastung zurückzuführen ist. Es gibt Hinweise darauf, dass die Stasi politische Häftlinge mit unsichtbaren Gamma-Strahlen beschoss.
Dass sich die Linkspartei sechs Jahre nach der Benennung der Straße vor dem Landtag nach Jürgen Fuchs weigert, diesen Namen als Absender anzugeben, sagt alles über diese Partei, was gesagt werden muss. Jeder weitere Kommentar ist überflüssig.

Ein Hoch auf unsere Banker! – Die Finanzkrise einfach erklärt.

Freitag, Dezember 12th, 2008

So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein:

Mandy besitzt eine Bar in Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschließt sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den  Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments, drängt sich in Mandy’s Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht auch massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy’s Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.

Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®,ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per E-Mail abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy’s Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren.

Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.
Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy’s Kunden langsam fällig zu stellen. Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus. Mandy macht Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.

Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super-Prima-Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.

In diesem Sinne : Prost!

Die SPD träumt immer noch vom Konsumgutschein. Will sie uns befehlen, einzukaufen? Warum will sie nicht einfach die Steuern senken?

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

Die SPD läßt nicht locker. Sie will Konsumgutscheine austeilen. Geld, das die Bürger gezielt zum Einkaufen verwenden müssen.
Wie wäre es, frage ich, denn dagegen mit einer Senkung der Einkommens-, Mehrwert-, Öko-, Kfz-, Mineralöl-, Versicherungs-, Grund-, Grunderwerbs-, Tabak-, Alkohol- und Hundesteuer?
Würden diese Steuern gesenkt, hätten wir ja auch mehr Geld zum Einkaufen. Die Freunde des Gutscheins aber trauen uns nicht über den Weg. Wir könnten, denken sie, das Geld, das wir über Steuersenkungen zur Verfügung haben, anders ausgeben, als von ihnen geplant!
Konsumgutscheine sind wie ein Befehl. Aus ihnen spricht der autoritäre Staat, der uns vorschreiben will, wie wir unser Geld auszugeben haben.

Die EU will Glühbirnen verbieten. Was für eine alberne Entscheidung!

Montag, Dezember 8th, 2008

Die Entscheidung, Glühbirnen zu verbieten, entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Nur zwei Prozent des häuslichen Energieverbrauchs entfallen auf die Beleuchtung. Dieser Anteil ist also zu vernachlässigen. Außerdem verbraucht die Herstellung einer Energiesparlampe ihrerseits so viel Energie, dass dafür eine Glühbirne sehr lange brennen könnte.
Wirklich viel Energie verbrauchen wir beim Heizen (80 Prozent des häuslichen Bedarfs).
Licht kann man sehen, Wärme nicht. Deshalb wird die Glühbirne verboten. Das ist nichts weiter als ein symbolischer Akt.

In der Weihnachtsbäckerei…

Samstag, Dezember 6th, 2008

Halten Sie sich an die Tipps, damit ihre Spekulatii auch gelingen:

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen frohen Nikolaustag!

Bedrohte Krankheiten oder: Theologenhumor

Donnerstag, Dezember 4th, 2008

Systematiker befürchten, dass die Digitalphotographie den Dia-Leck-Tick aussterben lässt. Wehmütig blickt man zurück: “Mit dem Beginn des 21. Jahrhundert endet auch die große Zeit der Dia-Leck-Ticker.”

Gib den Kleinen mehr Gewicht!

Dienstag, Dezember 2nd, 2008

bloggerday.worldvision.de

923 Millionen Menschen leiden Hunger, fast 150 Millionen Kleinkinder sind betroffen! Wenn steigende Kraftstoffpreise die Lebensmittelpreise weiter wie in den letzten Jahren in die Höhe treiben, wird die Zahl der Mitmenschen die Hunger leider weiter ansteigen, anstatt wie gehofft bis 2015 um die Hälfte reduziert worden zu sein.

Aufgrund einer traurigen inflationären Spirale werden auch die Preise für Land und Wasser in die Höhe getrieben und somit werden Nahrungsmittel und die Ressourcen für ihre Herstellung für die Armen dieser Welt unerschwinglich. Laut Schätzungen des „International Food Policy Research Institute“ werden sich Grundnahrungsmittel bis 2010 um weitere 20 bis 35 Prozent verteuern.

Erfahrungsgemäß geht der Kalorienkonsum bei einer 10 %igen Preissteigerung um mindestens 5% zurück. Somit wird mit jedem Prozent, um das die Nahrungsmittelpreise steigen, die Ernährung von ca. 16 Millionen Menschen kritisch und wie so oft sind vor allem die Kleinkinder am stärksten betroffen.

Helfen Sie mit Kleinkindern von Anfang an einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Mit nur 9 Euro im Monat können Sie den Kleinen mehr Gewicht geben. Legen Sie den Grundstein, damit die Kinder Hunger, Krankheit und Armut entfliehen können.

(Der Text ist von Worldvision übernommen. Weitere Vorlagen für die eigene Website, das eigene Blog gibt’s unter bloggerday.worldvision.de)